Krankheit - auf links gedreht.
Krankheit und Gesundheit – es gibt viele, wirklich viele verschiedene Wege, diese zwei zu erklären. Die WHO hat ihre Vorstellung davon, die Homöopathen eine andere. Der Chirurg eine andere als der Psychologe, und ein Neurowissenschaftler eine andere als ein Mönch.
Für mich ist Gesundheit ein Zustand, der immer in Ihnen ist, auch wenn Sie krank sein sollten. Gesundheit ist die Sonne, die während der Krankheit verborgen hinter den „Krankheits-Wolken“ dennoch scheint. Gesundheit ist ein natürlicher Zustand – Ihr natürlicher Zustand.
„Gesundheit ist nicht etwas, das Sie erwerben müssen; sie ist etwas, das Sie schon haben. Stören Sie sie nicht, vor allem nicht durch Ihre Überzeugungen.“ Wayne Dyer

So gesehen kann man Krankheit als eine Störung der eigentlich vorhandenen Gesundheit verstehen. Da stellt sich sofort die Frage: „Welche Möglichkeiten gibt es also, unsere uns innewohnende Gesundheit aus dem Gleichgewicht zu bringen?“
Ja, da geht es mir zunächst genauso wie Ihnen: Es gibt gefühlt tausend und eine Möglichkeit. Aber wenn man versucht diese vielen Varianten zusammen zu bringen, dann könnte man sagen, dass eine schlechte körperliche Versorgung, viele bedrückende Emotionen, viele dunkle Gedanken und fehlender spiritueller Halt die stärksten Kräfte sind, die unsere Gesundheit beeinflussen.
Ich habe hier bewusst kein negatives Adjektiv nach „Gesundheit“ angehängt, denn wir können nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob diese „dunklen“ Einflüsse wirklich schlecht für uns sind oder nur unsere Interpretation in der jeweiligen Situation sie dazu macht.
Bei Kinderkrankheiten wissen annähernd alle Eltern zu berichten, dass ihre Kinder DANACH einen Entwicklungsschub gemacht haben. Die Kinder waren zu reiferen Gedanken und reiferem Verhalten fähig, wurden kräftiger und widerstandsfähiger.
Was wäre, wenn das auch für alle anderen Krankheiten gelten würde? Was, wenn wir alle Krankheiten so betrachten könnten? Was, wenn wir wüssten und sicher sein könnten, das wir NACH der Krankheit stärker und reifer wären? Was, wenn wir so keine Angst mehr vor allen Krankheiten haben müssten?
Die Angst gehört sicher zu unseren dunkelsten Emotionen. Wenn wir sie aus einem Krankheitsprozess heraushalten oder bewusst integrieren können, ist schon viel gewonnen, denn sie ist sicher eine große Störungsquelle unserer inneren Gesundheit. Natürlich gibt es noch viele andere Störfaktoren, aber die Angst spielt wirklich eine große Rolle. Angst und der mit Ihr verbundene Glaube können erheblichen Einfluss nehmen. Woran glauben wir also, während wir gesund oder krank sind?
„Die größte Kraft im menschlichen Körper ist der natürliche Drang des Körpers, sich selbst zu heilen, und diese Kraft ist abhängig von dem, was jemand glaubt … Alles beginnt mit dem, was Sie glauben.“ Norman Cousins

Also was glauben Sie?
Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, sich darüber Klarheit zu verschaffen.
Was also glauben Sie, was Ihre Gesundheit stört und was sie unterstützt? Was denken Sie über Krankheiten? Sind Krankheiten für Sie ein Entwicklungsprozess, etwas das zum Leben einfach dazugehört oder ein schlimmes Übel, das einfach weg sein soll? Und stammt dieser Glaube aus Ihrem Inneren oder haben Sie diesen Glauben von Ihren Eltern, Freunden, der Gesellschaft übernommen? Wie verstehen Sie Gesundheit und wie bemerken Sie sie an sich selbst? Wann spüren Sie, dass Sie krank sind und wie bewerten Sie den Zustand? Wann ist ein Krankheits- oder Gesundungsprozess ernst und wann nicht? Woher wissen das? Können Sie bei all den Gedanken ganz sicher sein, dass sie auch wirklich wahr sind? Zu 100 %?
Ich glaube, dass es wichtig ist, sich Fragen zur eigenen Gesundheit zu stellen und auch zu beantworten.
Wenn Sie das mit den oben gestellten Fragen tun, bringt das Ihnen schon mal eine klarere Sicht auf die eigenen Überzeugungen und Glaubensvorstellungen. Aber stellen Sie sich gerne auch selbst Ihre eigenen Fragen, denn jede Antwort lässt Sie ein wenig freier werden: von eigenen überholten Denkweisen sowie der häufig ungewollten und doch so starken Beeinflussung von außen.
Also noch einmal: Was denken SIE über Gesundheit und Krankheit?
Ich glaube, dass wir uns erlauben sollten, uns selbst besser kennenzulernen; dass bereits existierende gesundheits- und krankheitsbezogene Maßstäbe und Erkenntnisse sinnbildlich wie Straßen zu verstehen sind: Sie sind bereits vorhanden, aber welche wir dann wirklich nutzen, welche wir befahren und wo, wie und warum wir das tun, bleibt stets uns selbst überlassen. Treffen SIE eine Auswahl, die für SIE richtig ist, die Ihre innere Gesundheit nicht stört, und halten Sie sich manchmal von vielbefahrenen „Autobahnen“ fern, denn diese erzeugen gerne auch mal Staus.
Ich wünsche Ihren inneren Heilkräften stets alles Gute, und wenn Ihre Gesundheit während einer Krankheit einmal heftiger trainiert, unterstützen Sie sie dabei indem Sie alles „wegräumen“ was nicht zu dem Gesundungsprozess gehört:
- Bleiben Sie im Hier und Jetzt.
- Ersparen Sie Ihrer Heilkraft Erzählungen von früheren Erfahrungen, Prognosen, Ratschläge und Google Search Ergebnisse.
- Fühlen Sie lieber, was Ihre Heilkraft von Ihnen will und folgen Sie ihr, so gut es eben geht, auch wenn sie einmal sehr Merkwürdiges von Ihnen verlangt.
- Und wenn Sie nicht alleine durch den Heilprozess gehen wollen, holen Sie sich die therapeutische Unterstützung, die zu Ihrer Gesundheit passt.
Denken Sie daran: Ihre Gesundheit will einfach nur möglichst UNGESTÖRT ihren Job machen, ohne viel Aufhebens. Sie ist immer da, sie braucht vielleicht nur etwas Zuspruch, um sich wieder in ihrer ganzen Pracht zu zeigen.
Herzlichst,
Ava Theissler





